Arbeitsanweisung Vertrieb – Vorlage mit Vertriebsphasen

Mit Phasentabelle, Übergangskriterien und Freigabegrenzen — keine leere Seite.

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1.Titelblock & Dokumentenlenkung

SOP-Titel {{SOP-Titel}}
Dokumentennummer {{Dokumentennummer}}
Version {{Version}}
Gültig ab {{Gültig ab}}
Nächste Überprüfung {{Nächste Überprüfung}}
Dokumentenverantwortliche:r {{Dokumentenverantwortliche:r}}
Freigegeben durch {{Freigegeben durch}}

Dieser Block gehört auf Seite eins, damit jede:r das Dokument auf einen Blick prüfen kann – auch im Audit. Setzen Sie die nächste Überprüfung auf 6–12 Monate und benennen Sie genau eine verantwortliche Person.

2.Zweck

Beschreiben Sie in ein bis zwei Sätzen, warum es diesen Ablauf gibt und welches Ergebnis er bei korrekter Ausführung liefert.

Schreiben Sie das „Warum“, nicht die Schritte. Beispiel: „Diese Arbeitsanweisung stellt sicher, dass jede Kundenerstattung korrekt, richtlinienkonform und innerhalb von zwei Werktagen bearbeitet wird.“

3.Geltungsbereich

Legen Sie fest, für welche Teams, Standorte, Systeme und Situationen diese Arbeitsanweisung gilt – und nennen Sie ausdrücklich, was sie nicht abdeckt.

Klare Grenzen verhindern, dass die Anweisung auf falsche Fälle angewendet wird. Ausnahmen in einer eigenen Zeile nennen.

Vertriebsphasen & Übergangskriterien

PhaseDefinitionÜbergangskriteriumCRM-Status
{{Neu / Lead}}{{Erfasst, aber noch nicht bearbeitet}}{{Erstkontakt innerhalb der vereinbarten Reaktionszeit}}{{Statuswert}}
{{Qualifiziert}}{{Bedarf und Passung bestätigt}}{{Bedarf, Entscheidungsbefugnis und Zeitrahmen erfasst}}{{Statuswert}}
{{Angebot}}{{Lösung und Preis übermittelt}}{{Angebot versendet und bestätigt}}{{Statuswert}}
{{Gewonnen / Verloren}}{{Abgeschlossen}}{{Unterschrieben oder Verlustgrund dokumentiert}}{{Statuswert}}

Legen Sie fest, was jede Phase bedeutet und welche eine Bedingung erfüllt sein muss, damit ein Vorgang weiterrückt. Phasen ohne Übergangskriterium sind der Grund, warum Pipelines sich aufblähen: Ein Vorgang darf erst wechseln, wenn das Kriterium erfüllt und der CRM-Status entsprechend gesetzt ist.

4.Begriffe & Abkürzungen

BegriffErklärung
{{Begriff}}{{Erklärung in einfacher Sprache}}
{{Abkürzung}}{{Wofür sie steht}}

Nur Begriffe erklären, die neue Kolleg:innen missverstehen könnten. Gibt es keine, Abschnitt behalten und „keine“ eintragen – Auditor:innen erwarten ihn.

5.Rollen & Verantwortlichkeiten

RolleVerantwortung
{{Rolle}}{{Wofür diese Rolle in diesem Ablauf verantwortlich ist}}
{{Rolle}}{{Wofür diese Rolle in diesem Ablauf verantwortlich ist}}

Verantwortung Rollen zuordnen, nicht Personen – so überlebt die SOP jeden Personalwechsel. Pro Rolle ein bis zwei Zeilen.

6.Voraussetzungen, Material & Ausrüstung

  • {{Zugang oder Berechtigung, die vor dem Start nötig ist}}
  • {{Werkzeug, System oder Login}}
  • {{Material oder Dokument, das vorliegen muss}}

Alles auflisten, was vor Schritt 1 bereit sein muss. Eine kurze Checkliste verhindert halb erledigte Durchläufe.

7.Sicherheit & Compliance

Nennen Sie die Schutzmaßnahmen sowie die Vorschriften, Betriebsanweisungen und internen Richtlinien, die dieser Ablauf einhalten muss.

Hat der Ablauf keinen Sicherheits- oder Compliance-Bezug, Abschnitt behalten und „entfällt“ eintragen. Betroffene Vorschriften, Betriebsanweisungen oder Richtlinien namentlich nennen.

8.Ablauf (Schritt für Schritt)

SchrittTätigkeitVerantwortlichErwartetes Ergebnis
1{{Mit einem Verb beginnen – eine Tätigkeit pro Schritt}}{{Rolle}}{{Woran man erkennt, dass es richtig gemacht wurde}}
2{{Nächste Tätigkeit}}{{Rolle}}{{Erwartetes Ergebnis}}
3{{Nächste Tätigkeit}}{{Rolle}}{{Erwartetes Ergebnis}}

Etwa 5–15 nummerierte Schritte. Jeder beginnt mit einem Verb, enthält genau eine Tätigkeit und ein beobachtbares Ergebnis, damit jede:r prüfen kann, ob der Schritt erledigt ist.

9.Qualitätsprüfung & Abnahmekriterien

  • {{Messbarer Prüfpunkt, der bestätigt, dass die Arbeit korrekt erledigt wurde}}
  • {{Zweites Abnahmekriterium}}

2–4 messbare Prüfpunkte – eine prüfende Person muss jeden mit einem klaren Ja oder Nein beantworten können.

10.Störungen & Ausnahmen

Störung / AusnahmeMaßnahmeEskalation an
{{Häufiger Fehler}}{{Korrekturmaßnahme}}{{Rolle / Ansprechperson}}
{{Sonderfall}}{{Wie damit umzugehen ist}}{{Rolle / Ansprechperson}}

Die Störungen aufnehmen, die tatsächlich vorkommen. Wer eskaliert bekommt, muss namentlich als Rolle stehen – sonst bleiben Ausnahmen liegen.

11.Mitgeltende Dokumente & Referenzen

  • {{Formular, Checkliste oder Richtlinie, auf der diese SOP aufbaut}}
  • {{Vor- oder nachgelagerte SOP}}

Formulare, Betriebsanweisungen, Richtlinien und angrenzende SOPs verlinken, die als Nächstes gebraucht werden.

12.Änderungshistorie

VersionDatumAutor:inÄnderung
1.0{{Gültig ab}}{{Dokumentenverantwortliche:r}}Erstfreigabe
{{Version}}{{Datum}}{{Autor:in}}{{Was geändert wurde}}

Bei jeder Änderung eine Zeile ergänzen. Die Zeile 1.0 ist als Beispiel vorausgefüllt.

13.Freigabe

Dokumentenverantwortliche:r Name Unterschrift Datum
Freigabe Name Unterschrift Datum

Beide Unterschriften bestätigen, dass der Ablauf korrekt ist und zur Anwendung freigegeben wird.

Ein ausgefülltes Beispiel für ein B2B-Softwareteam, vom eingehenden Lead bis zur angenommenen Opportunity.

1.Titelblock & Dokumentenlenkung

SOP-Titel Vom Inbound-Lead zur Opportunity
Dokumentennummer VT-006
Version 1.0
Gültig ab 1. Juni 2026
Nächste Überprüfung 1. Dezember 2026
Dokumentenverantwortliche:r Vertriebsinnendienst (Sales Operations)
Freigegeben durch Vertriebsleitung

2.Zweck

Diese Arbeitsanweisung stellt sicher, dass jeder eingehende Lead schnell kontaktiert, nach demselben Maßstab qualifiziert und entweder als saubere Opportunity übergeben oder mit dokumentiertem Grund abgelehnt wird — damit die Pipeline die Wirklichkeit abbildet.

3.Geltungsbereich

Gilt für eingehende Leads aus Demo-Anfragen, Testzugängen und Kontaktformularen bis zur angenommenen Opportunity beim Account Executive. Nicht abgedeckt sind Kaltakquise (VT-002) und Vertragsverlängerungen, die das Customer-Success-Team verantwortet.

Vertriebsphasen & Übergangskriterien

PhaseDefinitionÜbergangskriteriumCRM-Status
NeuLead erfasst, noch nicht bearbeitetErstkontakt innerhalb einer ArbeitsstundeLead · Neu
In BearbeitungKontaktaufnahme läuftTermin mit beidseitigem Gespräch vereinbartLead · In Bearbeitung
QualifiziertPassung, Bedarf und Zeitrahmen bestätigtBANT erfasst, Account Executive nimmt anOpportunity · Erstgespräch
AbgelehntKeine Passung oder kein BedarfAblehnungsgrund dokumentiertLead · Abgelehnt

4.Begriffe & Abkürzungen

BegriffErklärung
MQLMarketing Qualified Lead: erreicht den vereinbarten Scoring-Schwellenwert
SQLSales Qualified Lead: vom Vertrieb als verfolgenswert angenommen
BANTBudget, Entscheidungsbefugnis, Bedarf, Zeitrahmen — die Mindestqualifizierung
ReaktionszeitVereinbarte Frist bis zum Erstkontakt, hier eine Arbeitsstunde

5.Rollen & Verantwortlichkeiten

RolleVerantwortung
Vertriebsmitarbeiter:in InnendienstBearbeitet den Lead, qualifiziert ihn und vereinbart den Termin
Account ExecutiveNimmt den qualifizierten Lead an oder lehnt ihn ab und führt die Opportunity
Vertriebsinnendienst (Sales Operations)Verantwortet Lead-Verteilung, CRM-Phasen und die Auswertung der Reaktionszeiten
VertriebsleitungCoacht bei Ablehnungen und gibt Ausnahmen frei

6.Voraussetzungen, Material & Ausrüstung

  • CRM-Zugang mit Inbound-Warteschlange und Verteilungsregeln
  • Aktuelle Qualifizierungsfragen und Gesprächsleitfaden
  • Terminbuchungslink für die Übergabe
  • E-Mail-Sequenzen und Auswahlliste der Ablehnungsgründe

7.Sicherheit & Compliance

Datenschutz nach DSGVO beachten: Für jede Kontaktaufnahme muss eine Rechtsgrundlage vorliegen — Einwilligung oder berechtigtes Interesse nach Art. 6 Abs. 1 DSGVO. Jede Werbe-E-Mail enthält einen Abmeldelink; Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern ist ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung nach § 7 UWG unzulässig, im B2B-Kontext genügt eine mutmaßliche Einwilligung. Widersprüche und Sperrvermerke werden sofort im CRM hinterlegt, Löschfristen nach dem Löschkonzept eingehalten. Keine zugekauften Adresslisten verwenden.

8.Ablauf (Schritt für Schritt)

SchrittTätigkeitVerantwortlichErwartetes Ergebnis
1Lead geht ein, das CRM verteilt ihn nach GebietVertriebsinnendienstLead binnen Minuten einer Person zugeordnet
2Erstkontakt innerhalb einer Arbeitsstunde versuchenVertriebsmitarbeiter:inAnruf oder E-Mail dokumentiert, Reaktionszeit eingehalten
3Qualifizierungsfragen im Gespräch durchgehenVertriebsmitarbeiter:inBANT im CRM erfasst
4Erstgespräch terminieren und an Account Executive übergebenVertriebsmitarbeiter:inTermin im Kalender, Notizen im CRM
5Übergabe annehmen oder mit Begründung zurückgebenAccount ExecutiveOpportunity angelegt oder Lead mit Grund zurückgegeben
6Nicht passende Leads mit Grund ablehnenVertriebsmitarbeiter:inAblehnungsgrund aus der Auswahlliste dokumentiert

9.Qualitätsprüfung & Abnahmekriterien

  • Reaktionszeit von einer Arbeitsstunde in mindestens 90 % der Fälle eingehalten
  • Jeder qualifizierte Lead hat vollständige BANT-Angaben im CRM
  • Jede Ablehnung trägt einen Grund aus der Auswahlliste
  • Keine Opportunity ohne erfülltes Übergangskriterium in der nächsten Phase

10.Störungen & Ausnahmen

Störung / AusnahmeMaßnahmeEskalation an
Kein Kontakt nach fünf VersuchenIn die Nurture-Sequenz überführen und Status auf „Kein Kontakt" setzenVertriebsleitung
Account Executive lehnt die Übergabe abGrund im CRM dokumentieren, Lead zurück in BearbeitungVertriebsleitung
Widerspruch gegen KontaktaufnahmeSofort Sperrvermerk im CRM setzen und jede weitere Ansprache unterbindenDatenschutzbeauftragte:r

11.Mitgeltende Dokumente & Referenzen

  • VT-002 Kaltakquise
  • Gesprächsleitfaden und Qualifizierungsfragen
  • Löschkonzept und Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
  • Preisliste und Rabattmatrix

12.Änderungshistorie

VersionDatumAutor:inÄnderung
1.01. Juni 2026VertriebsinnendienstErstfreigabe

13.Freigabe

Dokumentenverantwortliche:r Name Unterschrift Datum
Freigabe Name Unterschrift Datum

Arbeitsanweisung Vertrieb: Aufbau und Inhalte

Eine Vertriebsanweisung beantwortet vier Fragen: Welche Phasen gibt es, wann rückt ein Vorgang weiter, wer ist zuständig und was darf ohne Rücksprache zugesagt werden. Die Vorlage liefert dafür die Bausteine:

  • Phasentabelle mit Definition, Übergangskriterium und CRM-Status
  • Rollen von Innendienst, Account Executive und Vertriebsleitung
  • Rabatt- und Freigabegrenzen als eigener Hinweisblock
  • Ablauf vom eingehenden Lead bis zur angenommenen Opportunity
  • Qualitätsprüfungen zur Reaktionszeit und zur CRM-Pflege
  • Störungen und Eskalation, etwa bei Widerspruch gegen die Kontaktaufnahme

Wie die Vorlage das CRM sauber hält

Jede Phase ist an ein Übergangskriterium und einen CRM-Status gebunden, und jede Ablehnung verlangt einen Grund aus einer festen Auswahlliste. Dadurch entsteht der Bericht über Reaktionszeiten und Ablehnungsgründe von selbst, und die Prognose beruht auf Kriterien statt auf Einschätzungen.

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So funktioniert es

  1. Lesen Sie die Arbeitsanweisung mit der Tabelle der Vertriebsphasen und Übergangskriterien.
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  3. Tragen Sie Ihre Phasen, Übergangskriterien und Freigabegrenzen ein und passen Sie die Qualifizierungsfragen an Ihren Markt an.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört in eine Arbeitsanweisung für den Vertrieb?

Eine Vertriebsanweisung legt die Phasen der Pipeline und das Übergangskriterium je Phase fest, den Qualifizierungsmaßstab, die Regeln zur CRM-Pflege sowie die Rabatt- und Freigabegrenzen, dazu die Verteilung und Übergabe von Leads. Diese Vorlage enthält zusätzlich zu den üblichen Abschnitten eine Phasentabelle und ein durchgerechnetes Beispiel vom Lead bis zur Opportunity.

Was ist ein Übergangskriterium?

Das Übergangskriterium ist die eine Bedingung, die erfüllt sein muss, damit ein Vorgang in die nächste Phase wechselt — etwa „Erstgespräch terminiert" oder „BANT vollständig erfasst". Ohne solche Kriterien blähen sich Pipelines mit Vorgängen auf, die weiter fortgeschritten aussehen als sie sind. Die Vorlage verlangt für jede Phase ein Kriterium.

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitsanweisung und Vertriebshandbuch?

Die Arbeitsanweisung ist das Verfahren: die wiederholbaren Schritte, Phasen und Regeln, nach denen ein Vorgang bearbeitet wird. Das Vertriebshandbuch (Sales Playbook) ist der breitere Inhalt zur Befähigung — Argumentation, Einwandbehandlung, Gesprächstaktik. Viele Teams führen die Arbeitsanweisung als verbindliches Dokument und verlinken das Handbuch daraus.

Was ist beim Datenschutz zu beachten?

Jede Kontaktaufnahme braucht eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 Abs. 1 DSGVO, in der Regel Einwilligung oder berechtigtes Interesse. Werbe-E-Mails enthalten einen Abmeldelink; Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern ist nach § 7 UWG ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung unzulässig, im B2B-Bereich reicht eine mutmaßliche Einwilligung. Widersprüche gehören sofort als Sperrvermerk ins CRM. Der Abschnitt „Sicherheit & Compliance" der Vorlage ist genau dafür da.