Vertriebsmeeting: Tagesordnung als Vorlage

Ein Vertriebsmeeting, nach dem jedes festhängende Angebot einen nächsten Schritt mit Namen hat – statt einer Runde Statusberichte.

Teil unserer kostenlosen Vorlagen für Tagesordnungen.

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1.Angaben zur Besprechung

Datum {{Datum}}
Uhrzeit {{Beginn – Ende}}
Ort {{Ort oder Videolink}}
Moderation {{Moderation}}
Protokollführung {{Protokollführung}}
Teilnehmende {{Teilnehmende – verpflichtend / optional}}

Füllen Sie diesen Block aus, bevor Sie einladen – dann weiß jede:r, wann, wo und wer erwartet wird. Benennen Sie Moderation und Protokollführung getrennt: wer moderiert, kann nicht gleichzeitig sauber mitschreiben.

2.Ziele der Besprechung

  • Den Stand gegen {{Monatsziel / Quartalsziel}} kennen und den Forecast bestätigen
  • Jede festhängende Chance mit einem nächsten Schritt und einem Namen versehen
  • Einen Punkt aus Produkt, Wettbewerb oder Gesprächsführung für die ganze Runde klären

Nennen Sie ein bis drei Ergebnisse, die dieser Termin liefern muss – einen Beschluss, einen Plan, eine gemeinsame Sicht. Lässt sich kein Ziel formulieren, reicht meist eine E-Mail.

3.Tagesordnung

ThemaVerantwortlichZeitArt
Abschlüsse seit dem letzten TerminAlle5 Min.Information
Zahlen: Auftragseingang gegen Ziel, Pipeline-Abdeckung{{Vertriebsleitung}}8 Min.Information
Pipeline-Review: die drei größten Chancen je Person{{Je Person}}15 Min.Diskussion
Festhängende Angebote und benötigte HilfeAlle10 Min.Diskussion
Forecast: sicher, möglich, Risiken{{Vertriebsleitung}}7 Min.Beschluss
Coaching-, Produkt- oder Wettbewerbspunkt{{Verantwortlich}}5 Min.Information
Aufgaben und Prioritäten der Woche{{Vertriebsleitung}}5 Min.Beschluss

Jeder Punkt bekommt Verantwortliche:n, Zeitbudget und Art: Information, Diskussion oder Beschluss. Setzen Sie den wichtigsten Punkt nach vorn – nicht ans Ende, wo die Zeit schon weg ist.

4.Beschlüsse & Notizen

ThemaBeschluss / KernaussageFolgeschritt
{{Kunde oder Thema}}{{Beschluss – z. B. Rabattfreigabe, Vorgehen}}{{Nächster Schritt}}

Halten Sie Beschlüsse direkt im Termin fest, in einem Satz. Ein schriftlicher Beschluss verhindert, dass dieselbe Diskussion in vier Wochen von vorn beginnt. Für Gremien mit formaler Protokollpflicht ist diese Tabelle die Grundlage des Protokolls.

5.Aufgaben & Verantwortliche

AufgabeVerantwortlichFrist
{{Nächster Schritt zu einer bestimmten Chance – mit einem Verb beginnen}}{{Verantwortlich (eine Person)}}{{Frist}}
{{Aufgabe}}{{Verantwortlich}}{{Frist}}

Jede Aufgabe braucht genau eine verantwortliche Person und ein Datum – „wir“ ist keine Verantwortliche:r. Lesen Sie die Liste vor dem Ende laut vor, damit niemand überrascht wird.

6.Themenspeicher

  • {{Provisions-, Gebiets- oder CRM-Frage für einen eigenen Termin}}

Wichtige, aber heute unpassende Themen kommen hierher, statt die Tagesordnung zu sprengen. Vor der nächsten Einladung den Themenspeicher durchgehen – daraus entsteht die nächste Tagesordnung fast von allein.

7.Nächster Termin

Datum & Uhrzeit {{Datum und Uhrzeit}}
Schwerpunkt {{Schwerpunkt des nächsten Termins}}

Legen Sie den nächsten Termin fest, solange alle im Raum sind; hinterher ist die Abstimmung deutlich teurer. Notieren Sie den Schwerpunkt, dann schreibt sich die nächste Tagesordnung fast von selbst.

Ausgefülltes Beispiel für den Montagstermin eines Großhändlers für Befestigungstechnik und Arbeitsschutz mit vier Außendienstlern und zwei Innendienstlerinnen.

1.Angaben zur Besprechung

Datum Montag, 12. Oktober 2026
Uhrzeit 8:30 – 9:15 Uhr
Ort Besprechungsraum Vertrieb, Außendienst per Videokonferenz zugeschaltet, CRM-Pipeline auf dem Bildschirm
Moderation Stefan Albers, Vertriebsleiter
Protokollführung Laura Beck, Innendienst (Protokoll direkt im CRM)
Teilnehmende Vier Außendienstler, zwei Innendienstlerinnen, Anwendungstechnik zu Punkt 4

2.Ziele der Besprechung

  • Klären, ob das Oktoberziel von 1,2 Mio. € Auftragseingang nach zwei Wochen noch erreichbar ist
  • Die drei größten festhängenden Angebote wieder in Bewegung bringen
  • Den Umgang mit dem neuen Mitbewerber-Angebot bei Schutzhandschuhen abstimmen

3.Tagesordnung

ThemaVerantwortlichZeitArt
Abschlüsse: Rahmenvertrag Maschinenbau Hofer, Nachbestellung StadtwerkeAlle5 Min.Information
Zahlen: 46 % des Oktoberziels, Pipeline-Abdeckung 2,6-fachStefan Albers8 Min.Information
Pipeline-Review: die drei größten Chancen je AußendienstlerJe Person15 Min.Diskussion
Festhängend: Werft Nord (Technikfreigabe), Brückner Bau (Einkauf), Logistikzentrum Eifel (Ansprechpartner weg)Alle / Anwendungstechnik12 Min.Diskussion
Forecast Oktober: 980 T€ sicher, 1,15 Mio. € möglichStefan Albers7 Min.Beschluss
Wettbewerb: Aktionspreis eines Mitbewerbers bei SchutzhandschuhenLaura Beck5 Min.Information
Aufgaben und Prioritäten der WocheStefan Albers5 Min.Beschluss

4.Beschlüsse & Notizen

ThemaBeschluss / KernaussageFolgeschritt
Werft NordAnwendungstechnik macht einen Termin vor Ort, um die Korrosionsprüfung der Edelstahlschrauben vorzuführenNils Brandt vereinbart den Termin bis Mittwoch
Brückner BauRabatt bis 8 % für einen Jahresabruf freigegeben; alles darüber nur mit der GeschäftsführungStefan Albers bestätigt die Konditionen dem Außendienst
Logistikzentrum EifelNeuen Standortleiter über den Einkauf ansprechen; Abschlussdatum bis zur neuen Qualifizierung auf November verschiebenTim Lorenz meldet sich bis Freitag

5.Aufgaben & Verantwortliche

AufgabeVerantwortlichFrist
Vor-Ort-Termin mit der Werft Nord vereinbarenNils BrandtMi, 14.10.
Angebot Jahresabruf an Brückner Bau mit freigegebenem Rabatt sendenAylin YıldızDi, 13.10.
Neuen Standortleiter im Logistikzentrum Eifel kontaktierenTim LorenzFr, 16.10.
Preisvergleich Schutzhandschuhe für den Außendienst aufbereitenLaura BeckDi, 13.10.

6.Themenspeicher

  • Gebietszuschnitt Nord ab Januar – Stefan Albers klärt das mit der Geschäftsführung
  • Pflichtfelder im CRM bei der Angebotsanlage – Vorschlag des Innendienstes für den nächsten Monatstermin

7.Nächster Termin

Datum & Uhrzeit Montag, 19. Oktober 2026 · 8:30 Uhr
Schwerpunkt Schwerpunkt: Angebote mit Abschluss im Oktober und was jedes noch braucht

Was ein Vertriebsmeeting liefern muss

Ein Vertriebsmeeting ist gelungen, wenn danach jede festhängende Chance einen nächsten Schritt mit Namen und Datum hat, offene Rabatt- oder Freigabefragen entschieden sind und der Forecast für den Monat eine Zahl ist, zu der das Team steht. Abschlüsse und Zahlen sind der Einstieg, nicht der Inhalt.

Die Vorlage oben verteilt die Zeit deshalb bewusst: kurze Punkte für Abschlüsse und Zahlen, der größte Block für das Pipeline-Review und die festhängenden Angebote. Das ausgefüllte Beispiel zeigt den Montagstermin eines Großhändlers für Industriebedarf mit Außen- und Innendienst.

Pipeline-Review: welche Chancen in den Termin gehören

Nicht jede offene Chance gehört in die Runde. Bewährt hat sich eine feste Auswahl: die drei größten Chancen je Person, jede Chance, die seit zwei Wochen die Stufe nicht gewechselt hat, und alles mit Abschlussdatum im laufenden Monat. Der Rest bleibt im CRM.

  • Stufe und Abschlussdatum – stimmen sie noch, oder wird das Datum nur weitergeschoben?
  • Entscheider und Ansprechpartner – gibt es mehr als einen Kontakt beim Kunden?
  • Nächster Schritt – mit Datum und bei wem er liegt, beim Kunden oder bei uns.
  • Hilfe – Rabattfreigabe, Technik, Musterlieferung, Besuch der Vertriebsleitung.

Zahlen einzelner Mitarbeitender und der Betriebsrat

Vertrieb arbeitet mit Einzelzahlen: Umsatz, Angebote, Besuche je Person. Werden diese Zahlen mit einem CRM oder einem Dashboard erhoben und ausgewertet, ist in Betrieben mit Betriebsrat das Werkzeug mitbestimmungspflichtig. Eine Betriebsvereinbarung, die festlegt, welche Auswertungen es gibt und wofür sie verwendet werden, erspart dem Team den Streit im Meeting.

  • § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG – Mitbestimmung bei Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen.

Quellen

Betriebsverfassungsgesetz § 87 in der auf gesetze-im-internet.de veröffentlichten Fassung, abgerufen am 26. September 2026; der Wortlaut steht hinter dem folgenden Link. Diese Vorlage ist eine Arbeitshilfe für die Vertriebsorganisation und keine Rechtsberatung.

So funktioniert es

  1. Die Tagesordnung auf dieser Seite lesen – Blankovorlage und ausgefülltes Beispiel eines Großhändlers für Industriebedarf.
  2. Als Word-Datei oder PDF herunterladen und die Pipeline-Ansicht aus dem CRM für den Termin vorbereiten.
  3. Im Termin nicht jede Chance vorlesen lassen, sondern die drei größten je Person und alles, was seit zwei Wochen stillsteht.
  4. Beschlüsse zu Rabatten und nächsten Schritten noch am selben Tag ins CRM und ins Protokoll übernehmen.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört auf die Tagesordnung eines Vertriebsmeetings?

Fünf feste Punkte reichen: Abschlüsse seit dem letzten Termin, die Zahlen gegen das Ziel, ein Pipeline-Review der wichtigsten Chancen, die Angebote, die festhängen und Hilfe brauchen, und der Forecast mit seinen Risiken. Ein kurzer Coaching- oder Produktpunkt und die Aufgaben der Woche schließen den Termin ab. Alles andere – Gebietszuschnitt, Provisionsfragen, CRM-Pflege – gehört auf den Themenspeicher.

Wie oft und wie lange sollte ein Vertriebsmeeting stattfinden?

Wöchentlich und 45 bis 60 Minuten, am besten am Montag- oder Dienstagvormittag, damit die Beschlüsse noch in derselben Woche wirken. Monatlich kommt ein längerer Termin mit Forecast für das Quartal und Rückblick auf verlorene Angebote hinzu.

Wie verhindert man, dass das Meeting zur Statusrunde wird?

Indem die Zahlen vorher im CRM stehen und im Termin nicht mehr vorgelesen werden. Die Zeit geht an die Chancen, bei denen sich etwas entscheiden muss: Wer braucht einen zweiten Ansprechpartner, eine Rabattfreigabe, einen Technikertermin? Jede solche Chance bekommt im Protokoll einen nächsten Schritt mit Namen und Datum.

Dürfen im Vertriebsmeeting die Zahlen einzelner Mitarbeitender gezeigt werden?

Ja, das ist im Vertrieb üblich, aber in Betrieben mit Betriebsrat ist das Werkzeug dahinter mitbestimmungspflichtig: Über Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen, hat der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitzubestimmen, soweit keine gesetzliche oder tarifliche Regelung besteht. CRM-Auswertungen mit Einzelzahlen fallen in der Regel darunter – klären Sie das vor dem ersten Dashboard, nicht danach.

Was ist der Unterschied zwischen Pipeline und Forecast?

Die Pipeline ist alles, was offen ist, mit Stufe und Wert. Der Forecast ist die Zusage, was davon im Monat oder Quartal tatsächlich abgeschlossen wird – üblicherweise getrennt in «sicher» (Commit) und «möglich» (Best Case). Im Meeting wird die Pipeline besprochen, damit der Forecast stimmt.