Projektplan Website-Relaunch: Vorlage

Ein Relaunch-Plan, der Weiterleitungen, Impressum, Einwilligung und Barrierefreiheit vor dem Livegang einplant.

Teil unserer kostenlosen Projektplan-Vorlagen.

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1.Projektübersicht

Projektname {{Projektname}}
Auftraggeber {{Auftraggeber / Entscheider}}
Projektleitung {{Projektleitung}}
Startdatum {{Startdatum}}
Zieltermin {{Zieltermin}}
Status {{Nicht begonnen / Im Plan / Gefährdet}}

Dieser Block gehört auf Seite eins: Projekt, Verantwortliche und Stand auf einen Blick. Genau eine Projektleitung und genau ein:e Auftraggeber:in, der oder die Entscheidungen tatsächlich treffen darf.

2.Ziele & Erfolgskriterien

  • Neue Website bis {{Datum}} live – mit {{wichtigster Verbesserung, z. B. Bestellweg in drei Schritten}}
  • Kein Verlust an Besuchern aus Suchmaschinen: {{Kennzahl}} vier Wochen nach dem Livegang mindestens auf Vorjahresniveau
  • Erfolgskriterium: {{Anfragen, Bestellungen oder Abbruchquote}}

Formulieren Sie Ziele messbar – „neue Kasse bis KW 39 im Einsatz, Ausfallquote unter 1 %“ statt „Kasse verbessern“. Wenn Sie nicht sagen können, ob es erreicht ist, ist es kein Ziel.

3.Projektumfang

Im Projektumfang

  • Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Inhalte der neuen Website
  • Weiterleitungen von allen besuchten alten Adressen
  • Impressum, Datenschutzhinweise, Einwilligung für eingesetzte Dienste, Barrierefreiheit

Nicht im Projektumfang

  • {{Funktion, die erst nach dem Relaunch folgt}}
  • {{Sprachversion, die später kommt}}
  • {{Inhalte, die nicht übernommen werden}}

Der Ausschluss ist der Teil, der Scope Creep tatsächlich verhindert. Schreiben Sie ausdrücklich hin, was alle für selbstverständlich enthalten halten – und was eben nicht enthalten ist.

4.Meilensteine & Termine

MeilensteinVerantwortlichZielterminStatus
Konzept und Seitenstruktur freigegeben{{Auftraggeber}}{{Datum}}Nicht begonnen
Gestaltung freigegeben{{Auftraggeber}}{{Datum}}Nicht begonnen
Inhalte vollständig auf der Vorschauumgebung{{Redaktion}}{{Datum}}Nicht begonnen
Weiterleitungen, Impressum, Einwilligung und Barrierefreiheit geprüft{{Projektleitung}}{{Datum}}Nicht begonnen
Livegang{{Projektleitung}}{{Datum}}Nicht begonnen

Meilensteine sind Prüfpunkte, keine Aufgaben: eine Handvoll Termine, an denen sich „fertig / nicht fertig“ eindeutig beantworten lässt. Jeder Meilenstein bekommt genau eine verantwortliche Person.

5.Arbeitspakete & Aufgaben

AufgabeVerantwortlichStartFristStatus
Alle besuchten alten Adressen erfassen und der neuen Adresse zuordnen{{Verantwortlich}}{{Start}}{{Frist}}Offen
Liste aller eingesetzten Dienste erstellen und Einwilligungsbedarf klären{{Verantwortlich}}{{Start}}{{Frist}}Offen
Impressum gegen § 5 DDG prüfen{{Verantwortlich}}{{Start}}{{Frist}}Offen
Barrierefreiheit prüfen: Tastatur, Kontraste, Formulare, Bildbeschreibungen{{Verantwortlich}}{{Start}}{{Frist}}Offen
Auf Smartphone, Tablet und Desktop testen{{Verantwortlich}}{{Start}}{{Frist}}Offen

Zerlegen Sie die Arbeit in Aufgaben, die sich in einer Woche oder weniger verfolgen lassen. Aufgaben ohne Verantwortliche:n und ohne Datum bleiben liegen.

6.Rollen & Verantwortlichkeiten

RolleNameVerantwortung
Auftraggeber{{Name}}Gibt Konzept, Gestaltung und Livegang frei
Projektleitung{{Name}}Führt den Plan, koordiniert Agentur und Redaktion
Agentur / Umsetzung{{Name}}Gestaltung, Technik, Weiterleitungen
Redaktion{{Name}}Texte, Bilder, Bildbeschreibungen, Pflichtangaben

Verantwortung wird an Rollen vergeben, nicht an Personen – dann übersteht der Plan einen Personalwechsel. Halten Sie fest, wer entscheidet, wer umsetzt und wer nur informiert werden muss.

7.Risiken & Gegenmaßnahmen

RisikoAuswirkungEintrittswahrscheinlichkeitGegenmaßnahmeVerantwortlich
Besucher aus Suchmaschinen brechen nach dem Livegang einhochmittelVollständige Weiterleitungsliste, Test auf der Vorschauumgebung, Beobachtung der Fehlerseiten in den ersten zwei Wochen{{Projektleitung}}
Inhalte kommen zu späthochhochInhalte vor der Umsetzung beauftragen, Redaktionsplan mit Fristen{{Redaktion}}
Dienste laden ohne EinwilligungmittelmittelListe der Dienste vor dem Livegang, technische Prüfung der Einwilligungslösung{{Agentur}}
Bestellweg oder Formulare sind nicht barrierefreimittelmittelPrüfung mit Tastatur und Screenreader vor dem Livegang, Korrekturen vor der Freigabe{{Agentur}}

Nur die wenigen Risiken aufnehmen, die das Projekt wirklich kippen könnten. Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit mit hoch/mittel/gering bewerten, Gegenmaßnahme und Verantwortliche:n benennen und die Tabelle bei jedem Statustermin durchgehen.

8.Budget

PositionPlanIst
Konzept und Gestaltung{{Plan}}{{Ist}}
Umsetzung und Weiterleitungen{{Plan}}{{Ist}}
Inhalte, Fotos, Übersetzungen{{Plan}}{{Ist}}
Reserve für Unvorhergesehenes{{Plan}}{{Ist}}

Schätzen Sie die großen Kostenblöcke und legen Sie eine Reserve für Unvorhergesehenes an. Gibt es kein Budget, lassen Sie den Abschnitt stehen und tragen Sie „entfällt“ ein – Prüfende erwarten ihn.

9.Freigabe

Projektleitung Name Unterschrift Datum
Auftraggeber Name Unterschrift Datum

Mit beiden Unterschriften sind Umfang, Termine und Budget verbindlich vereinbart, bevor die Arbeit beginnt.

Ausgefülltes Beispiel für den Relaunch eines Onlineshops mit Werkstatt-Terminbuchung bei einem Fahrradhändler mit 35 Beschäftigten und zwei Filialen.

1.Projektübersicht

Projektname Relaunch radhaus-weber.de: Shop, Werkstatt-Terminbuchung, Filialseiten
Auftraggeber Andreas Weber, Geschäftsführer
Projektleitung Sophie Krämer, Marketing (Projektleitung)
Startdatum 4. Januar 2027
Zieltermin 1. Juni 2027
Status Im Plan

2.Ziele & Erfolgskriterien

  • Neuer Shop ab 1. Juni 2027 live, Bestellung in drei Schritten statt fünf, Werkstatttermine online buchbar
  • Vier Wochen nach dem Livegang mindestens so viele Besuche aus Suchmaschinen wie im Juni 2026
  • Erfolgskriterium: Abbruchquote im Bestellweg drei Monate nach dem Livegang unter 60 %

3.Projektumfang

Im Projektumfang

  • Shop mit rund 1.800 Artikeln, Werkstatt-Terminbuchung, zwei Filialseiten, Ratgeber
  • Weiterleitungen von 640 besuchten alten Adressen
  • Impressum, Datenschutzhinweise, Einwilligungslösung, barrierefreier Bestellweg
  • Schulung von drei Beschäftigten in der Pflege von Artikeln und Ratgeberseiten

Nicht im Projektumfang

  • Englische Sprachversion – frühestens 2028
  • Anbindung an das Warenwirtschaftssystem der Werkstatt; Termine werden weiterhin manuell übernommen
  • Neue Produktfotos für das gesamte Sortiment; übernommen werden die vorhandenen Bilder
  • Kundenkonto mit Kaufhistorie – späteres Release

4.Meilensteine & Termine

MeilensteinVerantwortlichZielterminStatus
Konzept und Seitenstruktur freigegebenAndreas Weber12.02.2027Abgeschlossen
Gestaltung freigegebenAndreas Weber19.03.2027In Arbeit
Inhalte vollständig auf der VorschauumgebungSophie Krämer30.04.2027Nicht begonnen
Weiterleitungen, Impressum, Einwilligung und Barrierefreiheit geprüftSophie Krämer21.05.2027Nicht begonnen
LivegangSophie Krämer01.06.2027Nicht begonnen

5.Arbeitspakete & Aufgaben

AufgabeVerantwortlichStartFristStatus
640 besuchte alte Adressen der neuen Struktur zuordnenPixelhafen Agentur15.02.202716.04.2027In Arbeit
Liste aller Dienste erstellen: Zahlung, Karten, Statistik, Chat – und Einwilligungsbedarf klärenSophie Krämer01.03.202726.03.2027In Arbeit
Impressum gegen § 5 DDG prüfen, Registernummer und USt-IdNr. ergänzenAndreas Weber05.04.202716.04.2027Offen
Bestellweg und Terminbuchung mit Tastatur und Screenreader testenPixelhafen Agentur03.05.202721.05.2027Offen
Fehlerseiten und Suchanfragen in den zwei Wochen nach dem Livegang auswertenSophie Krämer01.06.202715.06.2027Offen

6.Rollen & Verantwortlichkeiten

RolleNameVerantwortung
AuftraggeberAndreas WeberGibt Konzept, Gestaltung und Livegang frei
ProjektleitungSophie KrämerFührt den Plan, koordiniert Agentur, Filialen und Werkstatt
AgenturPixelhafen AgenturGestaltung, Umsetzung, Weiterleitungen, Barrierefreiheitsprüfung
RedaktionSophie Krämer, Leon Albers (Werkstatt)Ratgebertexte, Werkstattleistungen, Bildbeschreibungen

7.Risiken & Gegenmaßnahmen

RisikoAuswirkungEintrittswahrscheinlichkeitGegenmaßnahmeVerantwortlich
Besuche aus Suchmaschinen brechen ein, weil alte Ratgeberseiten nicht weitergeleitet werdenhochmittelAlle 640 Adressen mit Besuchen im letzten Jahr einzeln zugeordnet; Test auf der VorschauumgebungSophie Krämer
Werkstatttexte kommen im Frühjahrsgeschäft zu späthochhochTexte bis Ende März, eine Stunde pro Woche fest im Dienstplan der WerkstattLeon Albers
Zahlungs- oder Kartendienst lädt vor der EinwilligungmittelmittelTechnische Prüfung aller Dienste vor der FreigabePixelhafen Agentur
Terminbuchung ist mit Tastatur nicht bedienbarmittelmittelBarrierefreiheitsprüfung vor der Freigabe, Korrekturen bis 21. MaiPixelhafen Agentur

8.Budget

PositionPlanIst
Konzept und Gestaltung14.500 €9.800 €
Umsetzung, Shop-Einrichtung, Weiterleitungen32.000 €6.400 €
Barrierefreiheitsprüfung und Korrekturen4.800 €0 €
Texte und Bildbeschreibungen3.900 €0 €
Reserve für Unvorhergesehenes5.000 €0 €

9.Freigabe

Projektleitung Name Unterschrift Datum
Auftraggeber Name Unterschrift Datum

Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design

Die meisten Relaunch-Pläne enden beim Design und bei der Umsetzung. Die Probleme entstehen danach: alte Adressen, die ins Leere führen, ein Impressum, das beim Umbau verloren ging, Dienste, die ohne Einwilligung laden, ein Bestellweg, den nicht alle bedienen können. Diese Punkte gehören als Meilensteine und Aufgaben in den Plan, nicht in eine Checkliste am Ende.

Die Vorlage oben führt Weiterleitungen, Pflichtangaben, Dienste und Barrierefreiheit deshalb ausdrücklich auf. Das ausgefüllte Beispiel zeigt den Relaunch des Onlineshops eines Fahrradhändlers mit 35 Beschäftigten – ein Angebot, für das das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt.

Drei gesetzliche Punkte für den Livegang

Drei Vorschriften betreffen fast jeden gewerblichen Relaunch und lassen sich im Plan als Aufgabe mit Verantwortlichen abbilden. Welche davon für Ihre Seite im Einzelnen gelten, hängt von Angebot und Unternehmensgröße ab.

  • § 5 DDG – allgemeine Informationspflichten (Impressum) für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste.
  • § 25 TDDDG – Einwilligung für Speicherung und Zugriff in der Endeinrichtung, außer wenn unbedingt erforderlich für einen ausdrücklich gewünschten Dienst.
  • §§ 1, 2 und 3 BFSG – Barrierefreiheit von Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr für Verbraucher nach dem 28. Juni 2025; Ausnahme für Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten.

Quellen

Digitale-Dienste-Gesetz § 5, Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz § 25 und Barrierefreiheitsstärkungsgesetz §§ 1, 2 und 3 in der auf gesetze-im-internet.de veröffentlichten Fassung, abgerufen am 26. September 2026; der Wortlaut steht hinter den folgenden Links. Diese Vorlage ist keine Rechtsberatung; lassen Sie Impressum, Einwilligungslösung und Barrierefreiheit vor dem Livegang fachkundig prüfen.

So funktioniert es

  1. Den Relaunch-Plan auf dieser Seite lesen – mit ausgefülltem Beispiel: Onlineshop eines Fahrradhändlers.
  2. Als Word-Datei oder PDF herunterladen und die Weiterleitungsliste als eigenen Meilenstein vor dem Livegang eintragen.
  3. Impressum, eingesetzte Dienste und Barrierefreiheit als Aufgaben mit Verantwortlichen in den Plan nehmen.
  4. Nach dem Livegang zwei Wochen lang Fehlerseiten und Suchanfragen beobachten.

Häufig gestellte Fragen

Was gehört in einen Projektplan für einen Website-Relaunch?

Ziele und Kennzahlen, der Umfang mit Ausschlüssen, die Phasen Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Inhalte, eine Weiterleitungsliste von alten auf neue Adressen, die Pflichtangaben, die eingesetzten Dienste und ihre Einwilligung, die Barrierefreiheit, Tests auf Geräten und ein Plan für die ersten Wochen nach dem Livegang.

Welche Pflichtangaben braucht die neue Website?

Für geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene digitale Dienste verlangt § 5 Abs. 1 DDG leicht erkennbare, unmittelbar erreichbare und ständig verfügbare Angaben – unter anderem Name und Anschrift der Niederlassung, bei juristischen Personen zusätzlich Rechtsform und Vertretungsberechtigte, Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme einschließlich der E-Mail-Adresse, Register und Registernummer sowie, soweit vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Prüfen Sie das Impressum vor dem Livegang gegen den Gesetzestext.

Brauchen wir eine Einwilligung für Cookies und ähnliche Techniken?

Das hängt davon ab, was die Seite tut. Nach § 25 Abs. 1 TDDDG sind die Speicherung von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers und der Zugriff auf dort bereits gespeicherte Informationen nur zulässig, wenn der Endnutzer auf der Grundlage klarer und umfassender Informationen eingewilligt hat. Keine Einwilligung ist nach § 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG nötig, wenn dies unbedingt erforderlich ist, damit der Anbieter einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung stellen kann. Machen Sie die Liste aller eingesetzten Dienste deshalb zu einer Aufgabe im Plan.

Muss die neue Website barrierefrei sein?

Für bestimmte Angebote ja. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt nach § 1 Abs. 3 Nr. 5 BFSG für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, die für Verbraucher nach dem 28. Juni 2025 erbracht werden – nach § 2 Nr. 26 BFSG digitale Dienste, die über Webseiten und Apps angeboten und auf individuelle Anfrage eines Verbrauchers im Hinblick auf den Abschluss eines Verbrauchervertrags erbracht werden. Solche Dienstleistungen müssen barrierefrei sein (§ 3 Abs. 1 BFSG). Ausgenommen sind Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen (§ 3 Abs. 3 BFSG) – also Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme (§ 2 Nr. 17 BFSG).

Wie verhindern wir, dass der Relaunch Besucher kostet?

Mit einer Weiterleitungsliste: Jede alte Adresse, die Besucher bringt oder verlinkt ist, wird dauerhaft auf die inhaltlich passende neue Adresse weitergeleitet – nicht pauschal auf die Startseite. Erstellen Sie die Liste vor dem Livegang, testen Sie sie auf der Vorschauumgebung und beobachten Sie in den ersten zwei Wochen die Fehlerseiten.